Am Anfang der Vereinsgeschichte stehen 9 Männer, deren Namen nicht verschwiegen werden sollen:
1. Jung Karl                1. Vorsitzender
2. Lind Rudolf             2. Vorsitzender
3. Schmitt Hans          Schriftführer
4. Schüler Heiner        Kassenwart
5. Abendschein Karl   Beisitzer
6. Borger Erwin          Beisitzer
7. Pfleger Ludwig       Beisitzer
8. Mahler Heinz          Schießwart
9. Borger Erich           Vereinsdiener

Am Abend des 29. März 1956, einem Donnerstag, fanden sie sich im Schulhaus in Hinzweiler zusammen und gründeten den Schützenverein. Sie tauften ihn auf den Namen „Schützengilde Königsberg“, eine Reverenz an den die Landschaft beherrschenden Königsberg, zu dessen Füßen sich Hinzweiler duckt. Zwei Monate später, am 28. Mai 1956, wurden der 1. Beigeordnete von Hinzweiler mit dem Gemeinderat von der Neugründung des Vereins offiziell in Kenntnis gesetzt. Die Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht in Wolfstein erfolgte allerdings erst am 14. Juni 1956.

Aller Anfang ist schwer. So konnte zunächst nur mit einem vereinseigenen Luftgewehr auf zwei Ständen geschossen werden. Jedoch schon im Mai des gleichen Jahres bedingte die inzwischen gewachsene Zahl der Mitglieder die Anschaffung eines zweiten Luftgewehres. Das erste auswärtige Schießsportereignis war ein Preisschießen, zu dem der Schützenverein Odenbach eingeladen hatte. Da eigene Leistungen gemessen werden sollen an dem Können anderer, entschloß sich unser Schützenverein an den Rundenkämpfen des Schützenkreises Lauterecken zunächst nur mit einer Mannschaft teilzunehmen. Die Rundenkämpfe 1956/57 begannen im November. Als Neuling traf unsere Mannschaft am 24. November 1956 gleich auf einen starken Gegner, auf die Mannschaft des Schützenvereins Wolfstein. Wir gewannen – nicht. Aber im Laufe der Zeit schossen wir uns ganz gut ein und verschafften uns Respekt. Später waren wir in der Lage zwei, ja sogar drei Mannschaften in die Rundenkämpfe zu schicken. An dieser Stelle ist es mir ein Bedürfnis zu sagen, dass uns mit allen Vereinen des Schützenkreises Lauterecken gute und schöne Erinnerungen verbinden. Es sind Erinnerungen an harte Kämpfe, aber auch an Stunden kameradschaftlichen, ja freundschaftlichen Beisammenseins.

An vereinsinternen Veranstaltungen sollte der erste Maskenball, den die „Schützengilde Königsberg“ am 12. Januar 1957 veranstaltete. nicht unerwähnt bleiben. In den folgenden Jahren hat dieser Maskenball innerhalb des Dorfgeschehens einen festen Platz erhalten. Christi Himmelfahrt (Vatertag) 1957 vereinte alle Schützenbrüder des Vereins erstmalig zu einem Spießbratenessen mit den dazugehörigen Getränken am alten Schießstand in der Taufenbach. 1961 wurde diese inzwischen traditionell gewordene Einrichtung dann auf den 1. Mai verlegt und ist inzwischen zu einem kleinen Dorffest herangewachsen.

Am 17. Juni 1957 hat dann der Verein begonnen auf diesem Gelände eine Blockhütte zu errichten. Alle Arbeiten, einschließlich des Fällens und Zusägen der Bäume wurden von den Mitgliedern in Samstag- und Sonntagsarbeit geleistet. 1978 erhielt der Platz hinter der Blockhütte eine feste Überdachung, um gegen die leider recht häufigen Regengüsse im Mai geschützt zu sein.
Natürlich können nicht alle Ereignisse, die den Verein betreffen, Erwähnung finden. Doch darf mit Anerkennung vermerkt werden, dass das Vereinsgeschehen nach einer Zeit der Stagnation weiter wuchs.

Bereits in den 70iger Jahren bestand der Wunsch eine eigene Schießanlage zu bauen. Durch die Einnahmen von vielen Musikveranstaltungen der Königslandhalle Hinzweiler hat der Verein sich erhebliche Einnahmen. Auch sei zu erwähnen das der Verein in dieser Zeit in Deimberg die Kerwe ersteigert hat und in der „Flaghalle“ veranstaltet hat, dies war der Finanzell größte Erfolg. An 4 Tagen waren alle Mitglieder Tag und Nacht im Einsatz.

Die SGK hat 1983 die ersten Anträge an die Kreisverwaltung für die neue Schießanlage gestellt.1987 erhielten wir den ersten Zuschuss.
Die Schießanlage wurde in 3 Bauabschnitte eingeteilt. Die gesamt Summe belief sich auf 29000 DM vom LK und Gemeinde bekamen wir einen Zuschuss von 467000 DM. Eigenleistung Verein 422000 DM. Viele Mitglieder haben in dieser Bauzeit sogar ihren Urlaub geopfert.
Wärend der Bauzeit haben sich die Gesetze geändert, somit musste der 25m Stand total überdacht werden. Dadurch wurde die Baumaßnahme um 200000 DM teurer.
Auch gab es Probleme mit dem Kreis (Zimmerer Urteil) (65000DM) dies konnte jedoch zu Gunsten des Vereins abgeschlossen werden.
Die Fertigstellung war im Jahr 1988, somit hatte der Verein
12x 10m Stände, 10x 25m Stände, 10x 50m und 5x 100m Stände sowie ein eigenes Vereinsheim.

Am 05.07.96 fand das 40ig Jubiläum statt. An diesem Tag wurde die neue Schießanlage offiziell Eingeweiht.
Es sei zu erwähnen das der Verein seit 1974 den ersten Trainer in der Vereinsgeschichte eingestellt hatte, Günther Lürs aus Lauterecken.

Am 04.Nov 06 feierte die SGH das 50 jährige bestehen. Da konnte der Vorsitzende Hans Dippi viele Schützenbrüder und schwestern vom Schützenkreis begrüßen. An diesem Abenden erhielten die Schützenbrüder Heinz Maler und Karl Jung die goldene Ehrennadel des Verbandes. Hans Dippi erhielt die goldenen Ehrennadel für Verdienste im Verein und 40 jährige Vereinszugehörigkeit.

2005 hat der SV auf dem Dach eine Photovoltaikanlage installiert mit 30kw. Das war ein Kostenbetrag von ca. 180000 Eur. Dies war eine sehr wichtige Entscheidung für die Zukunft. Damit ist der Verein für die nächsten 20 Jahren auf gute Füße gestellt. 2005 begann man die Anlage zu modernisieren. Stellte Anträge für Zuschüsse beim Sportbund. Beim 50m und 100m wurde eine zw. Mauer durchgezogen und 10m Überdacht. Bausumme 50000 EUR.

2006 Antrag für eine Computer gesteuerte Schießanlage. 2007 hat man einen elektronischen laufenden Keiler und Kipp Hase sowie im 100m Stand Wildschwein und Rehbock gebaut.
Sowie 4 elektronische 100m Stände wurden installiert.
2007 Antrag für die elektronische Anlage für 10m und 50m Stände. 2008 wurden 5 10m und 4 50m Stände elektronisch. Zu gleicher Zeit wurde ein Schießkino installiert.
Somit konnten Jäger ausgebildet und die Prüfung durchgeführt werden.

Am 02.06.2011 wurde der neue 3D Bogenparcours eingeweiht. Bereits im Jahr 2012 hat die SGi die Landesmeisterschaft und die deutsche Meisterschaft im 3D Bogensport veranstaltet. Über 400 Teilnehmer kamen nach Hinzweiler. Diese Anlage ist auch für den Fremdenverkehr ein Glücksfall. In 2011 wurden ca. 300 Übernachtungen gezählt, 2012 schon über 2200 im gesamten Kreis Kusel und darüber hinaus.

Zur Zeit hat der Verein 90ig Aktive Schützen. Durch die computer- gesteuerte Anlage sind die Bedingungen für die Schützen Optimal. Die Mitgliederzahlen gehen ständig nach oben.

Für die Auslastung der gesamten Schießanlage und Schießkino ist noch genügend Luft für neue Mitglieder. Durch die vielseitigen Aktivitäten ist der Verein für die Zukunft gut aufgestellt.

Hans Dippi (Vorstand)

Hinzweiler, den 01.01.2013